Was sind Ballaststoffe?
Ballaststoffe sind weitestgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie können durch die Enzyme im Dünndarm nicht zerlegt und vom Stoffwechsel daher nicht direkt aufgenommen werden. Ein Großteil der Ballaststoffe wird jedoch im Dickdarm, zum Teil durch die Bakterien, verdaut und dadurch für den Körper aufnahmefähig und verwertbar gemacht.
Der Teil der Ballaststoffe, der im Dickdarm durch die Bakterien nicht verdaut und folglich auch nicht vom Körper aufgenommen wird, kann u.a. durch sein Wasserbindungsvermögen, die Fähigkeit Toxine und Gallensalze zu binden sowie durch die Stimulation bestimmter Hormone mechanisch wirksam werden.
Ballaststoffe haben je nach Verwertbarkeit unterschiedliche Brennwerte zwischen 4 kcal/g und 0 kcal/g.
Wie wirken Ballaststoffe?
Durch das Aufquellen der Ballaststoffe im Magen sorgen sie für eine Zunahme des Volumens und verstärken das Sättigungsgefühl.
Ballaststoffe werden im Darm langsamer aufgenommen und es kommt zu einem geringeren Blutzuckeranstieg nach dem Essen. Deshalb wird vor allem Diabetikern empfohlen, sich ballaststoffreich zu ernähren. Im Darm sorgen Ballaststoffe durch weitere Wasserbindung für eine Zunahme der Stuhlmenge. Dadurch wird ein Druck auf die Darmwand ausgeübt und die Verdauungstätigkeit angeregt.
Als unerwünschte Nebenwirkung können Blähungen auftreten. Allerdings sind gegen Blähungen Kräuter gewachsen. Hier eignet sich besonders eine Teezubereitung aus Kümmel, Fenchel oder Anis. Diese Kräuter besitzen eine blähungstreibende Wirkung.
Wo kommen sie vor?
Ballaststoffe kommen in verschiedenen pflanzlichen Lebensmitteln in unterschiedlicher Menge vor. Unter anderem in Getreide, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen, Samen und in geringen Mengen in Milch.
Man unterscheidet zwischen
wasserlöslichen Ballaststoffen (wie Stärke, Inulin, Glucomannan, Guar, Pektin oder Dextrine) und
wasserunlöslichen (Zellulose, Kleie).
Der Ballaststoffgehalt der Lebensmittel ist sehr verschieden.
Die folgende Tabelle gibt ein paar Beispiele.